Reliquien (lateinisch reliquiae: Überrest, Überbleibsel), in der Religionsgeschichte eine besondere Form der Heiligenver- ehrung. Die Reliquie besteht aus Gebeinen oder Asche eines Heiligen bzw. einer Heiligen oder aus Kleidern oder Gebrauchs- gegenständen dieser verehrten Person. Seit dem 2. Jahrhundert haben Christen Reliquien von Märtyrern verehrt. Diese Praxis wurde im 13. Jahrhundert von Thomas von Aquin verteidigt, der die Auffassung vertrat, die Körper der Heiligen seien Gefäße des Heiligen Geistes. Auch das Tridentinum (1545) rechtfertigte in der Auseinandersetzung mit protestantischen Reformatoren die Reliquienverehrung.

Urkunde der Reliquien anzeigen
Einsetzen der Reliquien in den Altarfuß nach der Renovierung durch Erbischof Hans-Josef Becker am 15.02.2004
In der St.-Hedwig-Kirche sind die Reliquien in den Altarfuß eingelassen. Es sind  dies die Heiligen Gastus und seine Gefährten und Pius der X. Die Reliquien werden und wurden in einem Bleikästchen aufbewahrt.  Vor der Renovierung wurden diese aus dem Altartisch entnommen und nach  Paderborn gebracht. Die zuständigen Sachverständigen überprüften das Reliquiar. Es sind neue Dokumente ausgestellt worden und das Reliquiar wurde mit neuem Siegel versehen.